Geschichte der Orgeln in der Stadtkirche

Ein Blickfang in der Stadtkirche ist die Orgel auf der Empore. Das Hauptgehäuse stammt aus der Barockzeit. Das Orgelwerk und die übrigen Prospektteile wurden 1968 eingebaut. Das dreimanualige Instrument nutzt die großartige Akustik der Stadtkirche und lässt seinen Klang in Gottesdiensten und Konzerten hören.

Erneuerung der Orgel

Die Orgel der Stadtkirche, die auch als Unterrichtsorgel des Kirchenbezirks genutzt wird, muss erneuert werden.

Ein technischer Neubau ist unabwendbar. Die Walcker-Orgel wurde seinerzeit nicht wie gewohnt nach alter Orgelbautradition errichtet, sondern in serieller und industrieller Fertigung. Es wurden Materialien wie z.B. Kunststoffe, gummierte Textilien, Aluminium und Sperrholz verwendet, die sich aus heutiger Sicht als völlig ungeeignet für eine langlebige Nutzung und Klimabeständigkeit der Orgel herausstellen. Die Materialien sind verbraucht und nicht mehr tauglich. Klapper- und Reibegeräusche stören empfindlich, Töne bleiben hängen, Halterungen brechen ab, Austuchungen zerbröseln.

Kleinere Teile werden bereits seit längerem provisorisch repariert, da sich eine größere Investition nicht mehr lohnt. Im Rahmen der geplanten Innenrenovierung der Stadtkirche soll nun die Orgel für die nächsten 150-200 Jahre mit traditioneller Handwerkskunst neu aufgestellt werden. Der denkmalgeschützte Prospekt (die Ansicht) und historische und gute Pfeifenreihen werden übernommen, gravierende bauliche Fehler nachhaltig korrigiert.